Menschen kommen in wiederkehrenden Mustern zu mir zurück.
Ich habe das Gefühl keine neuen Menschen mehr kennenzulernen, stattdessen kommt es mir so vor, als wären all die neuen nur eine Kopie der alten. Das ist natürlich blöd, weil ich so glaube sie zu kennen und ihnen nicht wirklich eine Chance gebe.
Das am häufigsten vorkommende Muster ist das der "Wracks", klingt scheiße, ist aber wahr. Ich ziehe all die Leute an, die so psychisch irgendwie n bisschen labil sind. Und das drängt mich wiederum in diese unangenehme Position des Lebensretters, zumindest werd' ich das Gefühl nicht los. Und ich glaube, dass daraus nie was entstehen kann, weil immer wenn ich mit solchen Leuten zutun habe, bin ich so anders. Alle halten mich dann für selbstbewusst und stark und ich bleibe allein mit meiner verletzlichen Seite, die so viel mehr Raum einnimmt, als alle denken. Ich bleibe allein mit den Gedanken die mich nachts nicht schlafen lassen, weil sie viel zu laut und zu schwer sind, bleibe allein mit den Gedanken ans Essen und daran, wie ich immer mehr Leute aus meinem Umkreis sagen höre "Gegen die inneren Werte ist ja nichts einzuwenden, aber was spricht dagegen, wenn sie hübsch verpackt sind?"
Hübsch bin ich definitiv nicht. Ich bin zu groß und zu breit, da ist physisch einfach zuviel da. Ich weiß nicht, wie ich das am Besten beschreibe.
Gibt es nicht das Sprichwort "Gleich und gleich gesellt sich gern?" - vielleicht bedeutet das, dass ich all diese zerissenen Leute anziehe, weil ich selbst auch zerissen bin. Das ist gut möglich. Aber was heißt das für mich? Das was ich diesen Menschen biete, die Zum-Lachen-bringerin, die Schulter zum ausweinen ... kriege ich das auch irgendwann mal? Gibt es jemanden, der mein Muster versteht?
Ich meine, klar, ich hab meine beste Freundin. Ich würde alles für sie tun und ich liebe sie mehr als jeden anderen Menschen auf der Welt, aber gerade deshalb fällt es mir so schwer ihr diese Seite von mir zu zeigen. Und vielleicht auch, weil ich ein bisschen Angst habe, dass sie es nicht versteht. Dass mir Essen manchmal Angst macht und dass ich glaube, schon davon zuzunehmen, wenn ich daran denke. Und dass ich mich frage, wer ich heute hätte sein können, wenn ich in einer richtigen Familie aufgewachsen wäre. Und dass ich mich nicht mit meiner Mutter verstehe, aber nicht, weil Kinder sich nur selten mit ihren Müttern verstehen, sondern anders irgendwie ... schlimmer.
Das alles macht mir Angst und ich kann es niemandem sagen, aber jeder sagt mir immer alles. Ich bin ein Elefant. Rein vom Gefühl her. Da ist so viel was mich schwer macht, wie einen Elefanten. Was mach ich jetzt?
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